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FahradparkhausIn Pinneberg gibt es bisher am Bahnhof nur 600 Stellplätze und viel Vandalismus an den abgestellten Rädern. Ein wertvolles Rad kann dort nicht abgestellt werden.

Abstellmöglichkeiten, in denen die Räder vor Vandalismus und Diebstahl sicher sind, können auch für Pedelecs verwendet werden. Dadurch erhöht sich der Einzugsbereich für den Bahnhof und kombinierte Wege aus Rad und Bahn. Wir streben eine Verkehrswende an, in der viel mehr Personen auf ihr Auto verzichten. Da viele Wege nicht alleine mit dem ÖPNV oder dem Rad zu bewältigen sind, ist eine Kombination aus Fahrrad und Bahn eine Lösung.

 

Voraussetzung sind mehr gute Stellplätze am Bahnhof. Nur dann stellen Pendlerinnen und Pendler ihre Gewohnheiten um und nutzen häufiger das Rad für den Weg zum Zug. Derzeit nutzen 20 000 Kunden täglich den Bahnhof Pinneberg. Tendenz steigend. Wenn nur 10 Prozent einen Fahrradstellplatz benötigen, liegt der Bedarf bei 2 000 Stellplätzen. In den Niederlanden sieht man für 30 Prozent der Bahnkunden Stellplätze vor. Erfahrungen mit Fahrradparkhäusern in anderen Städten zeigen, dass die geschaffenen Stellplätze auch genutzt werden.

Der ADFC Pinneberg hat sich seit 2015 vehement dafür eingesetzt, dass zumindest 2 000 Stellplätze am Bahnhof geschaffen werden. In den ursprünglichen Plänen waren nur 600 Stellplätze vorgesehen. Das klappt, aufgrund der begrenzen Fläche, nur mit Doppelstockparkern und Parkhaus.

 

Wo soll das Parkhaus hin?

Ein attraktives Fahrradparkhaus muss in der Nähe zum Bahnhof entstehen.  Es darf nicht auf Flächen gestellt werden, die mit Fördergeldern von Land und Bund geschaffen wurden. In dem Fall müssten Fördergelder zurück gezahlt werden. Der frisch gebaute Parkplatz und der frisch gebaute Busbahnhof sind deshalb die nächsten 25 Jahre tabu. Aus den Planungen ergibt sich, dass für den Bau des Fahradparkhauses einige Bäume gefällt werden müssen. Dagegen regt sich nun Widerstand.

Fahrradparkhaus am Bahnhof Pinneberg: Standort

Die einzige Skizze in den Vorlagen in denen die Bäume eingetragen sind. Diese wurde in einer Informationsveranstaltung am 13.09.2016 gezeigt.

Wie groß soll das Parkhaus werden?

Da die Ebenen über Rampen erreicht werden müssen, sind zu viele Etagen unattraktiv. In den Etagen werden Doppelstockparker installiert, um möglichst viele Räder pro Fläche unterzubringen. Es gibt einen Beschluss vom 26.09.2019 des Rates, dass ein Parkhaus mit 908 Stellplätzen gebaut wird. Diese verteilen sich auf drei Ebenen. Dabei muss ein Strommast umschifft werden. Dementsprechend lang gestreckt wird das Gebäude. Es schließt am alten Bahnhofsgebäude an und reicht in seiner Länge über die Hälfte des Busbahnhofs.

Gibt es alternative Orte für das Parkhaus?

Würde man das Fahrradparkhaus auf die andere Seite des Bahnhofs verlegen, würde man einen Teil des Park & Ride-Platzes benötigen. Mindestens die Behindertenstellplätze müssten weichen. Dadurch würden Fördergelder zurück gezahlt werden müssen. Würde man das Parkhaus vorziehen, würde man dem fertig gebauten Busbahnhof Fläche entziehen.

Fahrradparkhaus am Bahnhof Pinneberg: keine alternativen Standorte

Man versuche das Fahrradparhaus, dass inzwischen noch länger ist, auf die andere Seite zu schieben.  Es geht nicht, ohne den Park & Ride-Platz zu verkleinern.

Kann man das Parkhaus anders zuschneiden?

Im Bild oben sieht man, dass das Fahrradparkhaus auf der Fläche von sieben Bäumen entstehen soll. Es gibt keine Möglichkeit das Gebäude so klein zu machen, dass kein Baum gefällt werden muss.
Mit einem kleineren Parkhaus ist das Stellplatz-Ziel nicht erreichbar und damit in der Zukunft unterdimensioniert. Eine nachträgliche Vergrößerung ist nicht möglich.

Soziale Kontrolle

Im Parkhaus wird es eine Zugangsbeschränkung geben, sodass nur Nutzer Zugang erhalten. Das Fahrradparkhaus wird bewacht, im Erdgeschoss wird es eine Fahrradstation geben. Bei der geplanten Menge an Stellplätzen wird es sich erfahrungsgemäß tragen. Als Träger kommen Behindertenwerkstätten wie die Lebenshilfe infrage. Die Gänge sind luftig und von außen einsehbar, so dass Übergriffe sehr unwahrscheinlich sind.

Fahrradparkhaus am Bahnhof Pinneberg: Innengestaltung

 

Innenansicht des Parkhauses. (Ohne Ständer)

Fazit

Die Forderung die Bäume zu erhalten, hätte man vor dem Bau des Park & Ride Platzes und dem Busbahnhof stellen müssen. Jetzt gibt es nur noch die Wahl zwischen Bäumen und Fahrradparkhaus, weil es keinen alternativen Ort für das Parkhaus gibt. Bäume kann und muss man in ausreichender Menge an anderer Stelle pflanzen.
Wenn man bedenkt, wie viel Autofahrten eingespart werden, wenn 900 Personen, mit dem Rad statt mit dem Auto zum Bahnhof und von dort mit Bahn und Bus fahren, oder sogar die komplette Stecke mit dem Auto zurücklegen, dann wird dadurch viel mehr CO2 eingespart als die zu fällenden Bäume binden können. Worauf man hinarbeiten kann, ist die Begrünung des Daches und vielleicht der Fassade.