Radeln und genießenAm Sonntag, 15. Mai, bin ich mit Hartmut die „Radeln und genießen“ Tour gefahren. Für mich ist eine Zwei-Sterne-Tour eigentlich eine Unterforderung. Nun es war sehr schönes Wetter und ich wollte raus. Außerdem ist es immer wieder schön mit Leuten zu sprechen. 42 Kilometer sind genau richtig für einen Ausflug ohne Anstrengung.

Mit 16 Teilnehmern, die vorwiegend mit E-Bikes ausgestattet waren, ging es pünktlich um 11 Uhr von der Pinneberger Drostei los. Die obligatorische Ansprache vom Tourenleiter durfte natürlich nicht fehlen.

Die Gruppe kam zügig in Fahrt durch den Fußgängertunnel am Rübekamp. Weiter ging es den Sandweg an der Mühlenau entlang zum Neubaugebiet Eggerstedt, was früher ein Kasernengelände der Bundeswehr war. Am Rande der Parkstadt Eggerstedt, wie sie nun benannt wurde, befindet sich seit 2016 der Pinneberger Baumpark. Früher war das Gelände ein Bolzplatz. Der Park besteht aus 26 „Bäumen des Jahres“. Diese Anlage wurde ausschließlich aus Spendengeldern finanziert. Bitte immer die Tore wieder schließen, sonst fressen eventuell die Rehe die Blätter ab. So groß sind die Bäume noch nicht, aber das sollen sie werden. Näheres unter https://www.pinneberger-baumschulland.de/Projekte/Baumpark+Pinneberg.html

Ein kurzes Stück an der LSE (Landstraße Schenefeld-Elmshorn sollte es mal werden) entlang und über die Füßgängerbrücke in Waldenau in den Klövensteen. Hier kann man sich ganz schön verfransen, wenn sich nicht auskennt. Mir ist es früher mehrmals passiert, aber Gott sei dank haben wir Harmut. Eine Trinkpause dürfen wir nicht vergessen und halten kurz am Seerosenteich am Waldrand.

Schnurgeradeaus führt der Sandmoorweggraben (nachher Sandmoorweg) linksseits am Wildgehege vorbei. Übrigens, kurz vorher hatten wir die renze zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg passiert. Rechtsseitig passieren wir den Wespen- und Hummelstieg, um dann überraschenderweise (für mich) in den Egenbüttelweg abzubiegen. Den hatte ich bisher immer rechts liegen lassen. Dieser Weg ist eine sehr schöne Verbindung, um zum Roland in Wedel zu kommen. Hier führt nämlich eine schmaler Weg hinter dem Friedhof entlang.

Der Einstieg zum Fuß- und Radweg an der Wedeler Au (bereits Tidengebiet) entlang ist dort, wo die Batavia liegt. Nun ist es nicht mehr weit zum Obstparadies Kleinwort. Hier gibt es außer Obst auch Kaffee und Kuchen. Es gibt dort eine Auswahl an Torten, dass die Entscheidung schwer fällt. Ein Stück reichte mir völlig, da es eine ordentliche Größe hatte. Ohne schlechtes Gewissen haben wir uns die dicken Stücke einverleibt. Denn der Rückweg verbraucht auch noch Kalorien!

Nun aber wieder los, wer rastet, der rostet. Nach und nach sammelte sich die Gruppe kurz vor der Hetlinger Schanze wieder. Die Schafstore haben mich schon immer gestört. Es klappt sehr gut, wenn einer der Ersten am Tor gleicht stehen bleibt und für die Nachfolgenden das Tor aufhält. Die vielen „Danke schön“ bringen bei Jedem ein Lächeln ins Gesicht. Ein Stück vor dem Deich zu fahren fand ich eine gute Idee. So konnten wir den Blick auf die Elbe genießen. Die geteerte Straße auf der landesinneren Seite des Deiches ist schöner zu fahren, die Landschaft ist nicht so interessant.

Beim AZV (Abwasser-Zweckverband, da kommen alle unsere Hinterlassenschaften an – riecht man aber nicht) verlassen wir den Deich in Richtung Hetlingen. Auf Nebenwegen ging es nach Holm, durch die Holmer Sandberge zurück nach Pinneberg, wo die Tour endete.

Fazit: Schöne entspannte Tour, bei der der Genuss im Vordergrund steht (daher ist der Titel gut gewählt). Alle Details betrachtet ist die Tour für „Nicht-Pinneberger“ interessant, um die Umgebung kennen zu lernen. Eigentlich perfekt für junge Familien, die hier gerade hergezogen sind. Vielleicht könnte man gerade in Neubaugebieten mehr Werbung für diese Art von Touren machen.

Den GPS-Track dieser Tour können Sie hier herunterladen.

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